Störung der Bindungsfähigkeit und Anpassung

Systemische Hilfen bei Bindungsstörungen und Anpassungsfähigkeit

Einer der Impulsgeber für das in den vergangenen Jahren (wieder-) erwachte Interesse am Thema „Bindung“ ist der Umstand, dass die steigende Zahl bindungsgestörter Menschen mit starken Reifeverzögerungen vermehrt in den gesellschaftlichen Fokus gerückt.

Zunehmend stehen die betroffenen Fachkräfte in der Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und den Schulen gleichermaßen vor großen fachlichen und menschlichen Herausforderungen – darüber hinaus die Kostenträger vor der Notwendigkeit nicht unerheblicher finanzieller Investitionen.

Daher wundert es nicht, dass die nachstehenden Fragestellungen für Praktiker wie Kostenträger gleichermaßen von Interesse geworden sind.

  • Als wie basishaft muss eine Beeinträchtigung des Bindungsgeschehens für die Entwicklung der Persönlichkeit angesehen werden?
  • Welche diagnostischen Abgrenzungen sind notwendig?
  • Welche Hilfen und Zugangsweisen sind erfolgversprechend und wieso empfehlen sich einige weniger oder gar nicht?
  • Wie lassen sich hiervon ausgehend pädagogische Maßnahmen begründen, die nicht am „allgemein Erwünschten“, sondern am „persönlich Möglichen“ der Betroffenen orientiert sind? 

Hierzu hat zunächst die Bindungsforschung und in den vergangenen Jahrzehnten die soziale Neurowissenschaft über das zunehmende Grundverständnis zum Funktionieren des Stresssystems und der Auswirkungen eines deregulierten Stresssystems auf Entwicklung und Sozialverhalten wesentliche Erkenntnisse geliefert. Das Seminar will diese mit Blick auf das Entstehungsgeschehen bindungsbasierter Reifeverzögerungen vorstellen und hiervon ausgehend Anstöße für eine passende pädagogische Herangehensweise geben. 

Es wird gezeigt wie mit Hilfe von Verfahren der systemischen Stressregulation die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und (junger) Erwachsener mit massiven Reifeverzögerungen gefördert werden und wie das Einbeziehen der systemischen Strukturen ganzheitliche Entspannung hervorrufen kann. 

LeitungAnke Wagner – Soziologin (M.A.), Kunstpädagogin (M.A.) mit Schwerpunkt Kunsttherapie, Inhaberin Institut für analoge Kommunikation und empower your roots (Yoga (RYT), Thai-Yoga)
Winfried Klaes – Dipl. Psychologe, Familientherapeut, Supervisor, Institut für konstruktive Psychologie
Kostenzweitägige Veranstaltung: 250,-€ (inkl. MwSt) ohne Verpflegung und Unterkunft
OrtAnalog Werkstatt, Neustrasse 41, 54516 Wittlich
InhouseAlle Seminare können auf Anfrage auch als Inhouse-Veranstaltungen durchgeführt werden.

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