Aggression und Anpassungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen

die Folgen unzureichender Bindung – Lösungsvorschläge

Aggressives und ungesteuertes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat in den vergangenen Jahren sowohl an Häufigkeit wie an Intensität deutlich zugenommen. Auffällig hierbei ist, dass sich die Altersgrenze für das Auftreten solch problematischer Verhaltensmuster offenbar immer weiter nach unten verschiebt, wie die steigenden Zahlen integrativer Hilfen in Kindertagesstätten und Schulen belegen.

Es erstaunt nicht, dass die betreffenden Kinder und Jugendlichen oft einen geringen sozial-emotionalen Entwicklungsstand aufweisen und dementsprechend auch nicht altersgemäß mit Anforderungen umgehen können. Überall dort, wo altersgemäßes Handeln gefordert ist, stellt sich dementsprechend rasch Überforderung ein. Aggressives und unangepasstes Verhalten oder innerer Rückzug sind die Folge.

Aktuell stellen diese bindungsgestörten und zumeist deutlich reifeverzögerten Kinder die pädagogischen Kräfte in der Jugendhilfe vor große fachliche und menschliche Herausforderungen.

Im Seminar wird zunächst vorgestellt, was sich (u.a. aus Sicht der Neurowissenschaften) hinter dem Phänomen der Bindung verbirgt, welchen Beitrag Bindung für eine gelingende Reifeentwicklung bei Kindern leistet und mit welchen Komplikationen zu rechnen ist, wenn Kinder keine ausreichen-den Bindungen zu erwachsenen Personen entwickeln konnten.

In einem weiteren Schritt wird gezeigt welches Störungsgeschehen resultieren kann, wenn notwendige Entwicklungsvoraussetzungen nicht gegeben sind oder spezifische familiäre Komplikationen vorliegen und wie schließlich hieraus aggressives Verhalten wird.

Die Teilnehmer*innen erfahren wie sich – hiervon ausgehend – pädagogische Maßnahmen begründen lassen, die nicht am „Erwünschten“, sondern am „persönlich Möglichen“ der Betroffenen orientiert sind, so dass Überforderung und damit weitere Aggression vermieden werden können.

Da bei bindungsbasierten Reifeverzögerungen in aller Regel massive Störungen in der Stressregulation vorliegen, wird demonstriert wie mit Hilfe von Verfahren der systemischen Stressregulation die Entwicklung der betreffenden Kinder und Jugendlichen gefördert und deren hohes inneres Erregungsniveau abgesenkt werden kann.

LeitungAnke Wagner – Soziologin (M.A.), Kunstpädagogin (M.A.) mit Schwerpunkt Kunsttherapie, Inhaberin Institut für analoge Kommunikation und empower your roots (Yoga (RYT), Thai-Yoga)
Winfried Klaes – Dipl. Psychologe, Familientherapeut, Supervisor, Institut für konstruktive Psychologie
Kostenzweitägige Veranstaltung: 280,-€ (inkl. MwSt) ohne Verpflegung und Unterkunft
OrtAnalog Werkstatt, Neustrasse 41, 54516 Wittlich
InhouseAlle Seminare können auf Anfrage auch als Inhouse-Veranstaltungen durchgeführt werden.

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