Fachkraft für systemische Stressregulation

für den praktischen Umgang im Arbeitsalltag mit Menschen mit seelischen, geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen

Die Möglichkeit und der fachliche Auftrag Klienten*innen zu Fördern, zu Beschäftigen, therapeutische Interventionen anzuwenden und dabei noch pflegerische, organisatorische oder institutionelle Aufgaben zu erledigen, übersteigt in vielen Fällen nicht nur den zeitlichen Rahmen, sondern verändert sich auch mit den immer kompliziert werdenden Diagnosenstellungen und den damit verbundenen Herausforderungen

Nicht jedes Angebot passt zu jedem Klienten*in. Es ist auch nicht immer gleich ersichtlich, was überhaupt der Auftrag im Umgang mit verschiedenen Betreuungssituationen ist. Die oft gestellten kurzen Zeiträume um Veränderungen /„Verbesserungen“ sichtbar zu machen, entsprechen nicht den emotionalen und geistigen Möglichkeiten der Klienten*innen. Immer stärker stellt sich heraus, dass die vorherrschenden Krankheitsbilder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen, einem dauerhaft deregulierten Stresssystem und damit verbundenen ständigen Überforderungssituationen, sowie häufigen Krisen zusammenhängen.

Zu den hieraus resultierenden Schwierigkeiten, mit denen Mitarbeiter*innen von Einrichtungen der Jugend-, Eingliederungs- und Behindertenhilfe derzeit in der Arbeit mit ihren Klienten konfrontiert sind, gehören: kaum feststellbare Resilienzfaktoren, neuronale Veränderungen durch früh erfahrene Stressoren, fehlende soziale Kompetenz, gestörtes Bindungsverhalten, fehlende Körper- und Selbstwahrnehmung, fehlendes Einfühlungsvermögen, andauernde Krisen, gleichzeitiges Ablehnen von Hilfestellungen („alles schon gehört, alles schon gesagt“)

Das Institut für analoge Kommunikation bietet neue Blickwinkel und praktisch umsetzbare Möglichkeiten, um gezielt auf diese veränderte Klientenlandschaft zu reagieren und fachlich fundiert neue Ideen umzusetzen und Betreuungsplanung übersichtlicher zu machen. Strukturierte Klärung von Auftragslagen in der Förderung und Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung, sowie das Schaffen von Übersicht über die persönlichen Identitätsfördernden Möglichkeiten der Klienten, stehen im Fokus, damit Klienten*innen im Mittelpunkt der Bemühungen bleiben.