Bindung und Entlastung (Einzelförderung)

nach dem Ansatz der systemischen Stressregulation

Die Möglichkeit über nonverbalen Kommunikationswege Kontakt und damit eine Bindung zu zubetreuenden Menschen aufzunehmen kann ein entlastendes Angebot im Alltag pädagogischer Fachkräfte sein.

Viele Klienten fehlt die Möglichkeit verbale Kanäle zu nutzen, auf Grund unterschiedlichster Beeinträchtigungen, wie geistige Einschränkungen und Entwicklungsstörungen, akute Krisen oder ein dauerhaft reguliertes Stresssystem.
Die fachlich eingesetzte, basale Arbeit mit dem Körper und der Körpersprache kann Krisen entspannen und vor allem präventiv Überforderungen vermindern. Der bewusste Umgang mit Berührungen, Druck und physiologisch steuerbaren Prozessen erweitert kognitive und verbale Interventionsformen.
Gezieltes Einsetzen von Entspannungsmethoden an Klient und Mitarbeitern, das Ausnutzen von Ruhezonen und Ermöglichen von Entlastung im Arbeitsalltag, beruhigt das Nervensystem nachhaltig und langfristig.
Die vermittelten Grundlagen und Techniken bieten die Möglichkeit auf vielfältige Art und Weise in Kontakt mit Klienten zu treten und durch Berührung das Nervensystem zu beeinflussen und zu entlasten. Es fördert die Körperwahrnehmung und hilft dabei Bindung aufzubauen. Verschiedene Enspannungs- und Mobilisationstechniken können körperliche Blockaden und Verspannungen lösen und somit den Klienten in seiner Beeinträchtigung positiv unterstützen.


Dabei wird unter Einhaltung klarer persönlicher Grenzen und dem Konzept der „fachlicher Nähe/Distanz“ erlernt wie man Berührung fachlich sinnvoll auswählt und sie anatomisch richtig (ohne Schaden am Menschen zu verursachen) und effektiv einsetzen kann.
Diese Fortbildung ist für Fachkräfte und Mitarbeiter*innen in sozialen Einrichtungen gedacht, die mit gezielten Angeboten das Spektrum in ihren Einrichtungen erweitern möchten. Es ist angepasst an die besonderen Bedürfnisse seelisch und körperlich beeinträchtigter Menschen und Klienten.
Das Institut für analoge Kommunikation verwendet fachlich eingesetzte Berührung und Massagetechiken aus der Thai Yoga Massage (die Basis der Verfahren stammen von Tobias Frank), die an die Grundlagen der körperorientierten Verfahren der systemischen Stressregulation angepasst worden sind, sowie physiologische und anatomische Grundlagen.
Inhalt


In dieser Fortbildung werden die nötigen Verfahren vermittelt um Berührung, Mobilisation und Entspannung in den berufliche Alltag zu integrieren um das Stressniveau der Klienten zu verringern. Dabei werden die Strukturen der sozialen Einrichtung und der Klienten mit einbezogen. Die Ausbildung ist vor allem praktisch aufgebaut und soll so den Teilnehmern die nötige Handlungskompetenz vermitteln eigenständig ein Angebot zu planen, individuell anzupassen und durchzuführen.

Diese Weiterbildung (systemische Stressregulation) vermittelt in kompakter Form den Ablauf einer möglichen Praxis.


Bestandteile
– Grundlagen von systemischer, nonverbaler Bindungsarbeit
– Grundlagen von fachlicher Berührung und ganzheitlicher Körperwahrnehmung
– Meditation, Atemübungen und Entspannungstechniken
– Basis Thai Yoga Bodywork
– anatomische Grundlagen zur richtigen Ausrichtung
– manuelle Hilfestellungen
– besondere Vorraussetzungen verschiedener psychischer Krankheitsbilder und körperlicher Beeinträchtigungen (Fallbesprechungen)
– Selbsterfahrung

Ziel
Die vorgestellten Techniken sollen Teilnehmer*in befähigen körperorientierte Angebote selbstständig anzuleiten und individuell, präventiv und akut an die Klientenstrukturen anzupassen, sowie Berührung, Hilfestellungen und Entspannung fachlich gezielt im Rahmen der systemischen Stressregulation anzuwenden.

LeitungAnke Wagner (Soziologin (M.A.), Kunstpädagogin (M.A.) mit Schwerpunkt Kunsttherapie, Inhaberin Institut für analoge Kommunikation und empower your roots (Yoga (RYT), Thai-Yoga)
Kostenviertägige Veranstaltung: 450,-€
OrtSchlossstrasse 1, 54516 Wittlich

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